Schritt 1
Rackgewicht-Aufbau
Beginnen Sie beim leeren Gestell und fügen Sie alles hinzu, was am Ende darin steckt. Kabelgewicht, PDUs und Batteriemodule werden leicht vergessen — sie sind unten vorausgefüllt, damit das nicht passiert.
Das Kabelgewicht ist mit einem mittleren Schätzwert für gebündelte Kupfer-/Glasfaserstrecken und Patchkabel vorausgefüllt — ein voll bestücktes 42-HE-Rack trägt allein oft 15–40+ kg Verkabelung. Für den tatsächlichen Aufbau anpassen.
Ausstattung
Beschreibung, Höheneinheiten (HE) und Gewicht pro Posten. Eine Zeile pro Posten oder identischer Charge.
| Beschreibung | HE | Gewicht |
|---|
Schritt 2
Aufstellfläche vs. Bodenraster
Der entscheidende Unterschied. Nach EN 12825 §2.2/2.3: Standfüße, deren Abstand kleiner als das Bodenraster ist, müssen zu einer Punktlast zusammengefasst werden. Die meisten teilen einfach durch 4 und unterschätzen die Last — oft um das Doppelte.
Schritt 3
Zulässige Punktlast des Bodens
Tabelle 2 der EN 12825 ordnet Rechenzentren und Schaltanlagenräume der Elementklasse ≥2 zu, mit einer Punktlast, die „im Einzelfall zu berechnen" ist — die Norm selbst verlangt diese Berechnung, sie ist nicht optional.
Schritt 4
Bewegungs-/Einbringprüfung
Reißt Fliesen, bevor das Rack überhaupt steht. EN 12825 §2.4: die beim Einbringen anzusetzende Punktlast = Einzellast × Schwingbeiwert. Diese Prüfung schlägt oft fehl, obwohl die statische Prüfung besteht.
Die Mindestwerte der Richtlinie sind 1,3 (manuell) und 1,5 (motorisch). Ruckartige Handhabung, plötzliches Anhalten oder kleine harte Rollenräder können einen höheren Beiwert als das Minimum erfordern — bei Bedarf erhöhen.
Schritt 5
Doppelboden-Flächenlast
Die Prüfung, die Projekte scheitern lässt. Gesamtgewicht über der Aufstellfläche, in kN/m² — verglichen mit der Belastbarkeit der Gebäudedecke. Ein einzelnes Rack besteht diese Prüfung meist; eine Rack-Reihe scheitert regelmäßig.
Typische Deckenbelastbarkeiten in Bürogebäuden liegen etwa bei 2–8 kN/m². Bleibt das Feld leer, wird gegen diese typische Bandbreite verglichen; für eine präzise Prüfung die tatsächliche Belastbarkeit der Decke eingeben.